„Und morgen du“ von Stefan Ahnhem

Und morgen du“ heißt der Debütkrimi von Stefan Ahnhem, der 2014 nicht nur auf Schwedisch, sondern auch kurz danach auf Deutsch erschienen ist. Bisher hat Ahnhem als Drehbuchautor gearbeitet, sowohl für Filme als auch für’s Fernsehen und dabei verschiedene Genres bedient. Ob ihm der Sprung in von Bild zu Wort gelungen ist? Ich war gespannt.

Worum geht es in diesem Krimi?

In Helsingborg wird eine männliche Leiche gefunden, seine Hände wurden abgehackt und am Tatort liegt ein Klassenfoto, auf dem das Gesicht des Ermordeten mit einem Kreuz durchgestrichen wurde. Zum Glück bekommen die Mordermittler Unterstützung von Fabian Risk, der zwar erst nach sechs Wochen Urlaub das Team in Helsingborg verstärken soll, der aber mit dem Mordopfer in eine Klasse ging und ebenfalls auf dem Foto ist.

Risk vermutet einen Racheakt, da der Getötete damals systematisch einen anderen Klassenkameraden gemobbt hat. Nur wenige haben sich damals aktiv am Mobbing beteiligt, doch fast alle haben weggeschaut und geschwiegen. Als weitere frühere Klassenkameraden sterben, müssen sich die Ermittler die Frage stellen, wie weit die Rache gehen wird – falls denn das angenommene Motiv stimmt. Ist auch Risk selbst in Gefahr?

Nach einigen Alleingängen wird Risk wieder in den Urlaub geschickt, aber er hat das Gefühl, dass nur er den Täter finden kann. Er schickt seine Familie fort, wo sie in Sicherheit ist, und ermittelt auf eigene Faust weiter. Dabei kommt ihm zu gute, dass er einen vertrauensvollen Kontakt zu einer Ermittlerin in Dänemark aufgebaut hat, die weiterhin mit ihm kooperiert – sogar gegen den Wunsch ihres Vorgesetzten, der den Schweden keinen Ermittlungserfolg gönnt. Das schwedische Ermittlerteam hat es also schwer, aber sie haben ja Risk, der auch persönliche Risiken nicht scheut.

Was ist an diesem Krimi besonders?

Durch die vielen Morde bleibt die Bedrohungssituation permanent erhalten und Risks Alleingänge tragen regelmäßig zur Spannung bei. Die Eifersüchteleien zwischen schwedischen und dänischen Behörden würzen die Handlung zusätzlich.

Wie gefällt er mir?

Der durchgängige Spannungsbogen hat mir an sich gut gefallen, aber einige Situationen wurden nur deshalb so brenzlig, weil Risk oder seine Kollegen sich unbedarft verhalten haben und das hat mich leicht genervt. Auch Risks Privatleben dient leider nur der Dekoration der Rahmenhandlung, anstatt ihm als Protagonisten Vielschichtigkeit zu verleihen. Insgesamt ist „Und morgen du “ daher aus meiner Sicht ein durchschnittlicher Krimi und bekommt 3 von 5 möglichen Mimis.

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