Thriller-Steckbrief zu „Totenrausch“ von Bernhard Aichner

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Kurz & knapp: Worum geht es?

Brünhilde Blum ist auf der Flucht, weil sie in Österreich fünf Männer umgebracht hat. Aus ihrer Sicht haben diese Männer den Tod verdient, weil sie für den Tod ihres Mannes verantwortlich sind. Zufällig landet sie in Hamburg, wo sie über vom Luden Schiele neue Pässe und eine schöne Unterkunft in Blankenese bekommt. Da sie kein Geld hat, verspricht sie, im Gegenzug für ihn zu töten. Nach gut einem halben Jahr fordert Schiele ihr Versprechen ein und will, dass sie gleich vier Menschen für ihn tötet: Ihren neuen Freund, einen Richter, einn Ermittler und einen Steuerberater. Blum versucht, die ausgewählten Opfer zu verschonen, weil sie nicht mehr morden will, aber es gelingt ihr nicht immer. Und Schiele übt zusätzlich Druck aus, indem er ihre zwei Töchter entführt. Aber Blum gibt nicht kampflos auf und nimmt sich Schieles engsten Vertrauten und seine Schwester vor. Ein Showdown vom Feinsten.

Ist der Thriller Teil einer Reihe?

Ja, er ist der Abschluss einer Trilogie. Die ersten Bände heißen „Totenfrau“ und „Totenhaus“ und ich empfehle, sie in der Reihenfolge zu lesen. Erstens versteht man Einzelheiten der Handlung dann besser und zweitens sind sie alle für sich ein Lesevergnügen.

Der Hauptprotagonist in einem Satz

Brünhilde Blum ist eine liebende Mutter mit einem ausgeprägten Moralverständnis, das Selbstjustiz für gerechtfertigt hält. Und vor Leichen hat sie als Bestatterin eh keine Scheu.

Wie blutig/eklig ist dieser Thriller?

Es sterben schon einige und dazu gehört auch Blut. Aber die Morde werden nicht besonders blutrünstig beschrieben, die Details gelten eher den Umständen, wie gemordet wird.

Sterben Tiere oder Kinder?

Nein und nein.

Wie hoch ist der Love-Factor?

Liebe gehört zu Brünhilde Blum wie das Morden. Sie trauert immer noch über ihren verstorbenen Gatten, vermisst ihren letzten Partner, den sie in Österreich lassen musste und verliebt sich vorsichtig in einen neuen Mann in Hamburg. Dazu ist sehr beständig und präsent die Liebe zu ihren zwei Töchtern.

Mein Lieblingssatz aus dem Thriller

Ein Einblick in die Gedankenwelt der Brünhilde Blum: „Mama hat alles in Ordnung gebracht, wird sie sagen. Mama hat sie alle umgebracht.“

Wie hat mir der Thriller gefallen?

Die Handlung scheint nachvollziebar, weil der Moralkodex von Blum der allgemeinen Auffassung von Gerechtigkeit entspricht. Die Selbstjustiz natürlich nicht, aber ihre Morde haben so ein komödiantisches Element, dass man ihr als Leser fast nicht böse sein kann. Dieser Drahtseilakt zwischen Humor und Brutalität gefällt mir sehr.

Zudem hat mich das Tempo direkt in die Geschichte gezogen und die überraschenden Wendungen haben mich blendend unterhalten. Die Protagonisten sind allerdings alle recht einseitig und auch sprachlich ist es eher leichte Kost. Daher gibt es nicht ganz die volle Punktzahl, aber 4 von 5 Mimis stehen ja für richtig gute Unterhaltung.

 

Informationen zum Buch

Bernhard Aichner „Totenrausch“
ET: 09.01.2017

Gebunden, 480 Seiten, €19,99
btb

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