Thriller-Steckbrief zu „Oxen. Der dunkle Mann“ von Jens Henrik Jensen

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Kurz & knapp: Worum geht es?

Niels Oxen ist untergetaucht, nachdem er sich mit der mächtigen Organisation „Danehof“ angelegt hat. Aber Margrethe Franck vom Inlandsnachrichtendienst PET stöbert ihn auf und lenkt damit auch den „Danehof“ auf seine Spur. Ein Mord geschieht mit Oxens Messer und danach wird er landesweit gesucht. Er wird von den Medien als psychologisch labiler Ausnahmekämpfer dargestellt, wodurch das Verstecken für ihn noch schwieriger wird. Ihm bleibt nur, die wahren Mörder zu finden, und damit alle Skeptiker zu überzeugen, die den „Danehof“ für ein Hirngespinst halten. Aber wem kann er dabei vertrauen?

Ist der Thriller Teil einer Reihe?

Ja, dies ist der zweite Band einer Trilogie. Der erste heißt „Oxen. Das erste Opfer“ und am 31.08.2018 erscheint der dritte Band „Oxen. Gefrorene Flammen„.

Der Hauptprotagonist in einem Satz

Niels Oxen ist ein hochdekorierter ehemaliger Elitesoldat, der darunter leidet, dass er seinen Sohn nicht treffen darf und der niemandem traut. Für mich ist er der dänische Jack Reacher.

Wie blutig/eklig ist dieser Thriller?

Er ist schon brutal, ja.

Sterben Tiere oder Kinder?

Nein, weder noch.

Wie hoch ist der Love-Factor?

Der schleicht sich angenehm rein, wenn Oxen heimlich von der Geheimdienstmitarbeiterin Franck fantasiert und beschließt, ihr zu vertrauen. Aber von einer Romanze sind die beiden (noch) weit entfernt.

Wie hat mir der Thriller gefallen?

Sicher ist man schneller in der Handlung, wenn man den ersten Band gelesen hat, aber Jensen läßt alles Wichtige aus der Vergangenheit einfliessen, so dass auch neue Oxen-Leser sich von der Spannung einfangen lassen können. Die Konstruktion bringt erfahrenen Thriller-Lesern wenig Neues, denn spitzenmäßige Einzelkämpfer mit zerrütteten Familienbindungen kennt das Genre zuhauf. Dieser ist aus meiner Sicht aber sehr gut gelungen, den es gelingt Jensen, Oxen über die Zeit doch Vertrauen zu Franck aufbauen zu lassen, was ihn nicht ganz so einseitig heldenhaft wirken lässt wie andere.

Mir gefällt auch die Institution des „Danehofs„, den viele gesellschaftliche Themen werden von der Politik nicht angefasst, schon gar nicht gelöst. Und die Vorstellung einer kleinen Gruppe von einflussreichen Menschen, die sich z. B. um sozialen Wohnungsbau kümmern, hat für mich einen gewissen Charme. Auch wenn ich dies in Realität klar ablehne. Aber wenn ich mir jährlich das Weltwirtschaftsforum in Davos anschaue, frage ich mich schon regelmäßig, ob sich diese Leute nicht auch unterjährig treffen und was sie vereinbaren.

Schade finde ich, dass Jensen nicht aus allen Figuren das Maximale herausholt. So sieht der stellvertretende Polizeidirektor in diesem Band fast wie ein Depp aus, obwohl der pfiffige Seiten hat. Aber die Action und Spannung hat mich mitgerissen und ich könnte mir keinen besseren Hörbuchsprecher als Dietmar Wunder wünschen. Daher vergebe ich insgesamt 4 von 5 möglichen Mimis.

 

Informationen zum Hör-/Buch

Jens Henrik Jensen „Oxen. Der dunkle Mann“
aus dem Dänischen von Friederike Buchinger
ET: 09.03.2018

Klappenbroschur, 512 Seiten, €16,90
dtv premium

Ungekürztes Hörbuch, 15 Std und 04 Min, €13,95
Gelesen von Dietmar Wunder
audible.de

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