Thriller-Steckbrief zu „Niemals“ von Andreas Pflüger

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Kurz & knapp: Worum geht es?

Die blinde Elite-Polizistin Aaron bekommt von ihrem Erzfeind 2 Milliarden hinterlassen, die auf einem Konto in Marrokko liegen. Als sie mit einem Kollegen ihrer Sondereinheit – genannt ‚die Abteilung‘ – dorthin reist, wird sie von einem Dutzend Männer angegriffen. Der Kampf fordert Tote und die beiden brauchen Hilfe vom BKA, um das Land zu verlassen. Denn das Geld wurde einem mächtigen Mann gestohlen, der Terroranschläge finanziert und er will es zurück.

Mehrfach kämpft Aaron um ihr Leben, dabei ist Adrenalin für sie schädlich. Seit wenigen Wochen kann sie Licht und Schatten wahrnehmen und sie will unbedingt wieder sehen. Aber je mehr Adrenalin in ihrem Blut rauscht, desto schwärzer ist die Welt für sie.

Ist der Thriller Teil einer Reihe?

Ja, der erste Teil heißt „Endgültig“ und obwohl man aus meiner Sicht „Niemand“ versteht, ohne „Endgültig“ gelesen zu haben, würde ich es trotzdem empfehlen. Allein schon deshalb, weil er genau so großartig ist.

Die Hauptprotagonistin in einem Satz

Jenny Aaron ist 36 Jahre, fit wie eine Leistungssportlerin, eine nahezu perfekte Schützin und seit fünf Jahren blind. Sie hat vier Freunde, Höhenangst und den Moralkodex des Bushido verinnerlicht.

Wie blutig/eklig ist dieser Thriller?

Dieser Thriller ist gnadenlos brutal. In den vielen Kämpfen geht’s zur Sache, aber die Wunden werden nicht detailreich beschrieben. Es geht eher um Taktik, Kämpfen, Verluste und dann weiter zum Ziel.

Sterben Tiere oder Kinder?

Ja, das ist aber eine Randerscheinung. Also aus meiner Sicht ist dieser Thriller auch für Leser interessant, die üblicherweise auf Bücher verzichten, in denen Kinder sterben.

Wie hoch ist der Love-Factor?

Taucht in verschiedenen Formen immer wieder auf. Als Liebe unter Freunden, verschmähter oder nur kurz erfüllter romantischer Liebe und als Mutterliebe.

Mein Lieblingssatz aus dem Thriller

„Pavlik kommt; sie erkennt ihn an der Art des Schweigens.“

Welche Themen kommen im Thriller vor?

Innerhalb der Abteilung geht es um hundertprozentiges Vertrauen, einen hohen Moralkodex und Perfektion. Damit ausgestattet kämpfen sie gegen Warlords, Terrorosten, Finanzhaie und deren Verbündete. An der Spitze der Abteilung geht es dazu um Machtgerangel innerhalb politischer Funktionen, um Misstrauen und Allianzen.

Wie hat mir der Thriller gefallen?

Dieser Thriller hat mich von Anfang an eingesogen und mein Adrenalin stieg beim Lesen mit jeder Seite, als ob sich der Adrenalinrausch der Elitetruppe auf mich überträgt. Das Tempo ist hoch, die Action gespickt von fast philosophischen Gedanken und Andeutungen über politische Ränkespiele und wer falsch spielen könnte. Die Ereignisse fügen sich erst durch die Rückblenden nach und nach zu einem schlüssigen Bild und trotzdem bleiben ein paar Fragen offen, die mich auf den nächsten Band hoffen lassen.

Mir ist diese Truppe so ans Herz gewachsen, dass ich darüber hinweg sehe, ob ich eine Frau wie Jenny Aaron für realistisch halte. Und ich habe herzhaft über die Blindenwitze gelacht. Außerdem gefällt mir, wie Pflüger auf höchster politischer Ebene Männer und Frauen auf Augenhöhe miteinander agieren lässt.

Das ganze kann nur volle 5 von 5 Mimis wert sein. Lesen, liebe Thrillerfreunde, lesen!

Informationen zum Buch

Andreas Pflüger „Niemals“
ET: 09.10.2017

Gebunden, 475 Seiten, €20,-
Suhrkamp

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