Thriller-Steckbrief zu „Die Attentäterin“ von Daniel Silva

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Kurz & knapp: Worum geht es?

Ein jüdisches Zentrum in Paris wird Ziel eines Terroranschlags und der französische Geheimdienst hat es weder kommen sehen noch verhindern können. Sie wollen an die Hintermänner und bitten den israelischen Agenten Gabriel Allon um Hilfe. Allon findet eine Spur zum IS und will dort eine Agentin einschleusen. Er wirbt eine französische Ärztin an, die vor einigen Jahren mit ihren Eltern nach Israel gezogen ist. Wochenlang wird sie darauf trainiert, eine palästinensische „schwarze Witwe“ zu werden. Tatsächlich wird der IS auf sie aufmerksam, als sie in Internetforen über ihren Rachedurst schreibt. Sie wird vom IS zur Ausbildung ins Kalifat geschickt. Und Allon paktiert mit nicht weniger als vier anderen Geheimdiensten, um seine Agentin zu schützen.

Gemeinsam warten sie, ob ein neuer Anschlag vorbereitet wird und ob die Ärztin Teil des Plans sein wird. Tatsächlich wird sie gebeten, in die USA zu reisen. Können Allon und seine Verbündete die Hintermänner finden ohne ihren Lockvogel in Gefahr zu bringen?

Ist der Thriller Teil einer Reihe?

Ja, dies ist bereits der sechzehnte Einsatz für Gabriel Allon und wieder verbindet Daniel Silva meisterhaft Spannung mit politischer Aktualisät

Der Hauptprotagonist in einem Satz

Gabriel Allon ist Israeli, Top-Spion im Geheimdienst, verliebter Ehemann, frischer Vater von Zwillingen, spricht Deutsch, restauriert für sein Leben gern Gemälde, und er behält immer Ruhe und Übersicht.

Wie blutig/eklig ist dieser Thriller?

Es gibt Schlimmeres, aber hier geht’s schon zur Sache. Schließlich ist der Fokus dieses Thrillers das Kriegsgebiet in Syrien und Terroranschläge.

Sterben Tiere oder Kinder?

Nein.

Wie hoch ist der Love-Factor?

Recht gering. Nur Gabriel Allon pflegt sichtbar ein gefTaucht in verschiedenen Formen immer wieder auf. Als Liebe unter Freunden, verschmähter oder nur kurz erfüllter romantischer Liebe und als Mutterliebe.

Mein Lieblingssatz aus dem Thriller

„Amerika könnte den Nahen Osten verlassen, dachte Gabriel, aber der Nahe Osten würde ihm nach Hause folgen.“

Welche Themen kommen im Thriller vor?

Quasi nebenbei fährt man durch als Leser mit von der Türkei nach Raqqa in Syrien, erfährt Hintergründe des Kriegs und erfährt, wie Jordanien zu Sunniten und Schiiten steht. Und das ist so bildlich und klar dargestellt, dass ich direkt etliches nachgelesen habe um zu sehen, wieviel davon tatsächlich stimmt.

Wie hat mir der Thriller gefallen?

Mich hat sowohl das Personal überzeugt als auch die Handlung. Alle Figuren sind für mich stimmig, sie interagieren überzeugend und haben mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Genauso die Handlung, die zwar mutig ist, aber ich kann mir trotzdem vorstellen, dass sie (fast) genau so real passieren kann. Viele Seiten hab ich mit der Ärztin gefühlt, die sich erst von einer modernen, westlichen Frau in eine gläubige, zurückhaltende Muslimin verwandelt und dann in eine Selbstmordattentäterin. Weiß sie nachts noch, wer sie ist?

Das hat mich alles gepackt, daher geb ich insgesamt mal wieder volle 5 von 5 Mimis. Und deshalb hab ich ihn auch beim Thrillertag von hr2 empfohlen.

Informationen zum Buch

Daniel Silva „Die Attentäterin“
aus dem Englischen von Wulf Bergner
ET: 09.10.2017

Taschenbuch, 512 Seiten, €15,-
HarperCollins

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