Thriller-Steckbrief „… und morgen werde ich dich vermissen“ von Heine Bakkeid

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Kurz & knapp: Worum geht es?

Thorkild Aske braucht einen neuen Job. Soeben wurde er aus dem Gefängnis entlassen, in dem er versucht hat sich umzubringen. Vorher war er Verhörspezialist bei der norwegischen Polizei. Um wieder im Leben Fuss zu fassen, unterstützt ihn ein Psychiater. Dieser verschreibt ihm nicht nur Medikamente, sondern er bittet ihn auch, einen verschwundenen jungen Mann namens Rasmus nach Hause zu bringen.

Rasmus wollte auf einer Insel im Norden ein Hotel eröffnen und ist scheinbar bei einem Tauchgang ums Leben gekommen. Die trauernden Eltern möchten ihren toten Sohn bestatten und so fliegt Aske in den hohen Norden, um diesen im Meer zu suchen. Tatsächlich wird ein Leichnam an der Insel angeschwemmt, aber es ist eine Frau ohne Gesicht. Und bevor Aske sie der Polizei übergeben kann, kommt ein Taucher und zieht sie mit sich wieder ins Meer. Hat Aske das alles nur geträumt? Steht er zu sehr unter Medikamenteneinfluss? Und wie kommt er sicher trotz Unwetter wieder von der Insel zum Festland?

Ist der Thriller Teil einer Reihe?

Nein, darüber habe ich zumindest keine Hinweise gefunden. „… und morgen werde ich dich vermissen“ ist der erste Thriller von Bakkeid, nachdem er in Norwegen schon einige Jugendromane veröffentlicht hat. Wer weiß, was ihm als nächstes in die Feder fließt.

Wie blutig/eklig ist dieser Thriller?

Über weite Strecken ist es unblutig, aber speziell bei den Kampfszenen unter Wasser geht es doch ganz schön brutal zu. Also auch hier nicht besonders blutig, aber schon echt fies.

Die Hauptpersonen in einem Satz

Thorkild Aske hat weder Freunde noch eine berufliche Perspektive. Selbst als er zufällig seinem früheren Chef begegnet, besteht der darauf, dass sie sich nicht wieder begegnen. Er ist also einsam, medikamentenabhängig und auf der Suche nach einer neuen Aufgabe.

Sterben Tiere oder Kinder?

Nein und nein.

Wie hoch ist der Love-Factor?

Der kommt fast gar nicht vor.

Mein Lieblingssatz aus dem Thriller

„Ich kann diesen miesen Gewaltverbrecher noch so oft treten, und er wird sie trotzdem weiter schlagen, und sie wird weiter versuchen, Kraft aus der Keksdose zu schöpfen.“

Wie hat mir der Thriller gefallen?

Der Klappentext hat mein Interesse geweckt und meine Liebe zum Meer hat mich sofort anfangen lassen zu lesen. Aber meine Begeisterung liess leider schnell nach. Die Figuren haben kaum Emotionen in mir wach gerufen und die Einbettung einer Séance schien mir zu künstlich, um Hinweise auf die Lösung zu geben. Insgesamt fehlt mir Spannung, Tempo und ein interessantes Beziehungsgeflecht zwischen den Beteiligten.

Warum ich trotzdem den Thriller zu Ende gelesen habe? Weil ich mich an Meeres-Szenen nicht satt lesen kann, mich die abgeschottete Insel im Unwetter so an Agatha Christie erinnert hat, ich hoffte, dass die Handlung noch die Kurve kriegt und ich letztlich auch wissen wollte, ob Aske halluziniert oder tatsächlich unerwartete Leichen angeschwemmt werden.

Leider bleibt mir als größte Stärke dieses Thrillers die Beschreibung der Atmosphäre im Gedächtnis und damit schafft er lediglich 2 von möglichen 5 Mimis.

 

Informationen zum Buch

Heine Bakkeid „… und morgen werde ich dich vermissen“
aus dem Norwegischen von Ursel Allenstein
ET: 23.06.2017

Paperback, 416 Seiten, €14,99
Rowohlt Polaris

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