„Reise nach Kalino“ von Radek Knapp

Ich lasse mich vom Hörbuch Hamburg Verlag immer gern zu mir unbekannten Büchern verführen und so fand Radek Knapps „Reise nach Kalino“ auf der letzten Frankfurter Buchmesse den Weg zu mir.

Worum geht es? Werkazy ist ein mäßig erfolgreicher Privatdetektiv und  daher sehr überrascht, als der Gründer des streng abgeschotteten Landes Kalino namens Osmos bei ihm anruft. Einer der engsten Mitarbeiter Osmos‘ ist verschwunden, eventuell ermordet und Werkazy soll den Fall aufklären. Das geheimnisvolle Kalino entpuppt sich als ein Land schöner Menschen, die offenbar nicht altern und über enorme geistige wie körperliche Fähigkeiten verfügen. Osmos „züchtet“ hier Menschen nach seiner Vorstellung, doch ob sie wirklich so friedfertig und zufrieden sind, wie Osmos das schildert?

Was ist daran besonders? Die Geschichte ist ein breiter Genremix. Die Detektivgeschichte ist eher unspektakulär. Gewürzt wird sie mit einer ordentlichen Prise Science-Fiction. Die Kalinianer lassen sich z.B. regelmäßig von ihrem „Stimmungsaufheller“ Gerlan anpiepsen, halten es an die Wange und Autos und Computer identifizieren ihre Benutzer erst, bevor sie aktiv werden und führen dann sogar Gespräche mit ihren Benutzern. Dazu kommt dann ein ordentlicher Schuss Gesellschafts-Satire. Dieser Mix ist schon ungewöhnlich.

Wie gefällt es mir? Ich fand weder die technisch-futuristischen Ideen noch die Gesellschaftskritik noch die Kriminalgeschichte besonders originell. Aber die Geschichte ist irgendwie nett erzählt und ein unterhaltsamer Zeitvertreib. Und da ich in der richtigen Stimmung dafür war, gibt’s von mir satte 3 Mimis.

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