Krimi-Steckbrief zu „Hyänengesang“ von Rainer Wittkamp

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Kurz & knapp: Worum geht es?

Die Escort-Dame Violetta wird in einem Hotelzimmer umgebracht, ihr Freier lässt sie dort verbluten und verlässt das Hotel. Kommissar Nettelbeck wird auf den Fall angesetzt und ahnt schnell den Verlauf der Tat. Aber weil der Täter Mitglied des diplomatischen Korps von Oman ist, kann Nettelbeck ihn nicht zur Rechenschaft ziehen. Ein schnelles Ende der Ermittlungen ist ihm eh recht, denn seine Familie ist bereits in den Urlaub geflogen und er will so schnell wie möglich hinterher.

Aufgehalten wird er allerdings von einem Anschlag auf den Finanzinvestor Hollweg auf dem Gelände der Botschaft von Oman. Hollweg hat dort die erfolgreiche Finanzierung einer Urlaubsanlage in Oman gefeiert. Wer hat es auf ihn abgesehen? Und warum?

Und welche Rolle spielen bei all dem der ehemals erfolgreiche Schlagersänger Weiden, seine Frau, sein bester Freund, das Kindermädchen des Botschafters, der Kollege von Nettelbeck und deren Vorgesetzte? Man darf gespannt sein.

Ist der Krimi Teil einer Reihe?

Ja, dies ist der fünfte  Band um den Kommissar Martin Nettelbeck.

Wie blutig ist dieser Krimi?

Eher wenig. Klar, zwei Menschen sterben und dabei fließt Blut. Aber der Fokus liegt eindeutig auf der Handlung, den Hintergründen, den Personen.

Der Hauptermittler in einem Satz

Kommissar Martin Nettelbeck, ist ein netter Kerl, der zwar mit Biss ermittelt, aber genau so viel Wert auf sein Privatleben legt. Das verbringt er nicht nur mit Frau und zwei Kindern, sondern auch mit Jazzmusik und Posaune spielen.

Sterben Tiere oder Kinder?

Nein und nein.

Wie hoch ist der Love-Factor?

Die Handlung ist hier mit einer Prise Liebe gewürzt, denn Nettelbecks Vorgesetzte hat sich in einen Kollegen verliebt. Die beiden hätten das gern noch ein wenig für sich behalten, aber Nettelbeck findet es heraus und setzt es geschickt für seine Interessen ein.

Mein Lieblingssatz aus dem Krimi

„Die Menschen neigen dazu, die markanteste Eigenschaft einer Person auch auf seine anderen Wesenszüge zu übertragen. Positiv wie negativ.“ Da muss ich doch mal drauf achten, ob das bei mir auch so ist.

Wie hat mir der Krimi gefallen?

Die Handlung ist sehr unterhaltsam und gespickt mit kreativen Einfällen, recherchierten Details und Humor. Dass sie in Berlin spielt, macht die ganze Geschichte greifbar und die Immunität von Botschaftern wird sicher auch in der Realität hin und wieder bewußt ausgenutzt.

Allerdings lebt die Handlung für meinen Geschmack zu sehr von den immer neuen Personen und Ereignissen und bietet wenig Spannung aus den Figuren selbst heraus. Die Handelnden sind eher klischeehaft angelegt und bleiben dort auch die ganze Story über verhangen. Daher vergebe ich insgesamt 3 von möglichen 5 Mimis.

Informationen zum Buch

Rainer Wittkamp „Hyänengesang“
ET: 11.04.2017

Kartoniert, 223 Seiten, €11,-
grafit

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