Interview mit Nicholas Searle zu seinem Thriller „Verrat“

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Auf den Thriller „Verrat“ von Nicholas Searle war ich besonders gespannt, weil der Autor viele Jahre als Geheimagent gearbeitet hat. Grund genug für mich, bei einigen Aspekten nachzufragen und er hat sehr ausführlich geantwortet. Viel Vergnügen beim Lesen!

Lieber Herr Searle, in Ihrem neuer Thriller „Verrat” geht es neben der Frage, wer wen warum verrät auch um gelebte und zerplatzte Träume. Und darum, ob man sich mit äußeren Umständen abfindet und sich arrangiert oder ob man versucht, sie zu verändern. Ist eines dieser Themen Ihnen besonders wichtig?

Ja, ich finde es faszinierend und lehrreich, wie sich Menschen unter außergewöhnlichen Umständen verändern und wie sie dann versuchen, die Umgebung, in der sie leben, zu verändern. Und hierbei unterscheide ich Menschen nur aufgrund der persönlichen Entscheidungen, die sie treffen. Wo befinden sie sich auf der Skala zwischen dem Außergewöhnlichen und dem Alltäglichen, zwischen dem Brutalen und dem Grausamen und zwischen dem Humanen und Heroischen? Eher unauffällige Menschen sind in der Lage, wunderbare, selbstlos mutige Taten durchzuführen, und sehr sympathische, glaubwürdig wirkende Menschen können entsetzlich böse agieren.
Wir werden unter anderem von den Medien zunehmend ermutigt, Menschen entweder als Helden oder Schurken zu kategorisieren – und manche besetzen in der Tat klare Positionen auf diesem Spektrum zwischen Gut und Böse – aber im Allgemeinen müssen wir alle moralisch und ethisch unseren Platz in einer komplexen Welt finden, in der Religion eine geringere Rolle spielt und die weniger zugänglich ist für ideologischen Positionen. Die meisten von uns finden so eine Position, mit der wir gut leben können, auch wenn sie wahrscheinlich unvollkommen und in sich widersprüchlich ist – wie zum Beispiel Sarah oder Kenny in „Verrat“. Andere finden diese Dilemmas schwierig oder unmöglich zu bewältigen – wie Bridget oder Francis. Aber jeder fühlt sich zerrissen von den widerstreitenden Kräften, die an ihm ziehen.

Warum eignet sich Nordirland als Umgebung besonders, um diese großen Fragen in einem Roman zu beleuchten?

Ich denke, dass die Situation Irlands der letzten Jahrhunderte diese Themen gut illustriert und einen fruchtbaren Boden für Geschichten bietet, die diese Themen behandeln, weil sie einen Mikrokosmos der menschlichen Existenz darstellt. Die zentralen politischen Schwierigkeiten – der Wunsch von einem Teil der Iren nach Wiedervereinigung, während die Mehrheit der Menschen in Nordirland ein Teil von Großbritannien bleiben wollen – sind angesichts der irischen Situation außerordentlich schwer zu lösen, aber nicht unmöglich.
Leider wurden sie durch eine Kombination aus ungünstigem Führungsverhalten und Entscheidungen, Unaufmerksamkeit mehrerer aufeinanderfolgenden britischen Regierungsbehörden und dem mangelnden Willen zu Kompromissen bei allen Beteiligten noch schwerer zu bewältigen.
Dies ist ein Paradebeispiel dafür, wie Sturheit, Dummheit, Eigennutz, Ignoranz und mangelndes Wohlwollen von Führungspersonen zu großem Leid bei den Menschen führen können, die sie vorgeben zu repräsentieren. Und das geschieht in einem demokratischen Land im 20. Jahrhundert, nicht im autoritären Deutschland der 30er oder in der UdSSR in den 50ern. Mich interessieren allerdings weniger die Führungspersonen oder die Politik, sondern die einfachen Menschen, die in brutale Unruhen hineingezogen werden und dann darunter leiden. Mich interessieren die Dilemmas, denen sie ausgesetzt sind und denke, dass dies uns Erkenntnisse zu moralischen Konflikten bieten, denen wir alle hin und wieder ausgesetzt sind.

Inwieweit beeinflusst der Nordirlandkonflikt von 1969 bis 1998 das Alltagsleben noch heute?

Diese Frage möchte ich weiter fassen. Der Konflikt existiert seit mindestens dem 16. Jahrhundert, vielleicht sogar noch länger. Und keiner von uns sollte glauben, dass er bereits vollständig gelöst ist. Er hat den Alltag in Irland immens beeinflusst, am offensichtlichsten den in Nordirland, wo die Gesellschaft weiterhin basierend auf unterschiedlichen Traditionen gespalten ist – hierfür ist Religion zwar eine bequeme, aber etwas denkfaule Bezeichnung.
Es gibt Gegenden, in denen tatsächlich ausschließlich Katholiken oder Protestanten leben und die Bildung von Menschen ist immer noch mehrheitlich abhängig von ihrer Konfession. Und wenn jährlich die Oranier-Märsche (der Protestanten, die Wilhelm von Oranien gedenken) auch in katholischen Gegenden stattfinden, provozieren sie dort direkt Gegendemonstrationen. Man darf nicht vergessen, dass auf allen Seiten der Fronten weiterhin Familien existieren, die durch den gewaltsamen Tod ihrer Angehörigen dezimiert wurden.
Seit 1998 wurden durchaus bedeutende Fortschritte erzielt, z. B. das vermehrte Einstellen von Katholiken bei der Polizei und das offensichtliche Ende der Gewalt. Aber das bedeutet nicht, dass die jahrhundertelangen Verletzungen ausgelöscht sind oder deren Einfluss auf die Gesellschaft verschwunden ist. So ist Irland erst durch die Anwesenheit der Briten in Nordirland entstanden. In gewissem Sinne verkörpert die Existenz Irlands eine Art umgekehrtes Verhältnis zum Vereinten Königreich, mit dem es aber trotzdem eng verbunden ist. Obwohl der Einfluss auf Irland heutzutage geringer ist als auf Nordirland, strebt Irland nach Wiedervereinigung. Das wird gewisse politische Positionen verändern, genauso wie die Mentalität besonders derer, die dicht an der Grenze zwischen den beiden Ländern leben.

In Ihrem Thriller ist es so, dass sich die ehemaligen Befehlshaber der IRA lukrative Positionen in der Politik gesichert haben, damit sie im Friedensprozess kooperieren. Entspricht das der Realität?

Ganz so einfach ist es nicht. Mehrere aufeinanderfolgende britische Regierungen haben es vor den 90ern abgelehnt, mit den Führern der IRA (zumindest öffentlich) zu verhandeln, da sie sie für Terroristen hielten und mit Terroristen verhandelt man nicht. Diese Haltung war logisch einfach nachzuvollziehen, denn es wäre schwer vermittelbar gewesen, über Gewalt zu verhandeln oder sonstige Zugeständnisse in diese Richtung zu geben.
Aber während der 70er und 80er Jahre haben Teile der IRA zunehmend erkannt, dass sie ihre Ziele nicht durch Gewalt erreichen können und die britische Regierung hat erkannt, dass eine Gesprächsverweigerung mit der IRA in eine Sackgasse führen würde. Die IRA würde nicht einfach aufgeben. Also begann die britische Regierung, mit den Führern der IRA wie mit Personen zu sprechen, die eine legitime Agenda verfolgen, wie mit Politikern oder zukünftigen Politikern. Politisch gesehen war dies notwendig, aber auf persönlicher Ebene hat dies aus meiner Sicht lediglich den Egos der IRA-Führung geschmeichelt.
Ich besitze kein Insiderwissen, aber ich denke, die Briten wären nachlässig gewesen, wenn sie diese Chance ungenutzt hätten verstreichen lassen, die Möglichkeiten für eine friedliche Lösung zu maximieren – auch wenn dies bedeutete, den IRA-Führern zu helfen, ein Selbstverständnis zu entwickeln, in dem sie rechtmäßige Politiker und Staatsmänner sind. Dies soll nicht den persönlichen Mut herabwürdigen, den diese IRA-Führer damals aufbrachten, als sie einen großen Graben in Richtung Frieden überwanden und dabei ihre Mitglieder ermutigten, ihnen dabei zu folgen – einige dieser Mitglieder waren sehr gefährliche Menschen. Aber es bedeutet eben auch nicht, dass diese IRA-Führer plötzlich zu Vorbildern der Tugend wurden und ihre blutigen Vergangenheiten einfach abstreiften. Es ist möglich, mutig und grausam gleichzeitig zu sein – schauen Sie sich Francis oder Joe Geraghty in „Verrat“ an.

Üben die damaligen IRA-Führer heute noch politischen Einfluss aus?

Ironischerweise hat der Friedensprozess den Extremisten beider Seiten – DUP und Sinn Fein – ermöglicht, ihre Macht zu behalten, und zwar in einer Balance, die vom Karfreitagsabkommen festgelegt wurde. Die gemäßigten nationalistischen und unionistischen Parteien haben dagegen Stimmen verloren. Immerhin gibt es Anzeichen dafür, dass die weniger gemäßigten Parteien beginnen, die demokratische Tradition zu verstehen und sich daran zu halten. Aber dass das Regionalparlament in Nordirland seit Januar 2017 suspendiert ist, ist eine politische Sackgasse und stimmt mich nicht zuversichtlich.

„Verrat” ist nicht nur der Titel Ihres Thrillers, sondern natürlich auch ein zentrales Thema. In Ihrer fiktiven Handlung geschieht der Verrat meist von Personen, von denen es die anderen am wenigsten erwarten. Ist dies eine reale Erkenntnis aus Ihrer vorigen beruflichen Tätigkeit in verschiedenen nordirischen Behörden?

Sie müssen mir als Schriftsteller von Romanen schon einen gewissen Spielraum lassen. Ich versuche Geschichten zu entwickeln und nicht unbedingt naturgetreue Realitäten widerzugeben. Aber ich denke, dass Thriller als Genre, oder genauer gesagt Spionagethriller, interessant sind, weil sie eine heruntergekochte Version der Realität in einer abgeschlossenen Umgebung zeigen und die Leser sich – vielleicht unbewusst – Fragen zu ihrem eigenen Leben stellen können. Wem kann ich meine Geheimnisse anvertrauen? Wer wird mich im Stich lassen und wer nicht? Wie bleibe ich in Sicherheit?
Einige unserer Urängste zeigen sich in diesem Genre. Und ich denke, in Nordirland wurde während der Konfliktjahre ständig in Frage gestellt, wem man vertrauen kann und wem nicht. Sicherlich waren ganze Gemeinden in Nordirland von gegenseitigem Misstrauen unter Freunden, Verwandten und Kollegen durchsetzt. Als Freiwilliger in der IRA hat man wahrscheinlich befürchtet, dass die Kampfkameraden oder der Chef oder die Freundin einen eines Tages den Behörden meldet. Als Polizist hat man sich wahrscheinlich davor gefürchtet, dass der Kaffeeverkäufer vom Morgen sich darauf vorbereitet, einen zu töten, oder dass ein Informant sich in eine Falle lockt.

Heute sind Sie freiberuflicher Autor und betrachten das politische Geschehen mit Abstand. Was wäre aus Ihrer Sicht die beste Lösung für Irland nach dem vollzogenen Brexit?

Meine Meinung ist äußerst irrelevant und was ich gerne sähe, ist wahrscheinlich unerreichbar. Aber ich denke, dass der britische Staat Irland als eine Art Nebensache betrachtet hat, als er über den Brexit nachdachte – so wie Irland bis 1998 immer betrachtet wurde. Ganz sicher war trotz aller Bemühungen von John Major und Tony Blair die britische Bevölkerung nicht für diese Schwierigkeiten sensibilisiert, als sie über den Brexit abgestimmt haben. Oder sie hat sich nicht besonders darum geschert.
Die Entscheidung, sich von der EU zu trennen, wirft einige sehr schwierige Fragen auf, die momentan unlösbar scheinen. Diese Situation ist nicht vergleichbar mit beispielsweise Gibraltar oder den jüngsten Aktivitäten der baskischen Separatisten, obwohl sie sich so hätte ausweiten können, wie es die EU befürchtet. Hierzu habe ich im April 2017 einen Artikel im „Guardian“ veröffentlicht, der viele wohl formulierte Kommentare erhalten hat.

Momentan kann ich mir keine Lösung vorstellen, die alle widerstreitenden Positionen vereinigt. Eine „harte Grenze“ – Kontrollen jedweder Art – kommt für niemanden in Frage. Die EU benötigt eine Vereinbarung, die die Integrität ihrer Zölle, Steuern, Gebühren und Regeln schützt; und genau das gleiche gilt für das Großbritannien. Eine Lösung könnte es sein, all diese Aspekte in Nordirland mit der EU zu harmonisieren, also de facto eine Zollunion zu schaffen. Großbritannien wird – zumindest momentan – keine Zollunion akzeptieren und sich den EU-Vorschriften anpassen, aber es wird auch nicht akzeptieren, dass für Nordirland als Teil des Vereinigten Königreiches andere Regeln gelten als für den Rest. Finde die Lösung aus dieser vertrackten Situation!

Und was ist die aus Ihrer Sicht wahrscheinlichste Lösung?

Das weiß ich nicht. Ich habe dieses Durcheinander nicht angerichtet und bin auch nicht dafür verantwortlich, es in Ordnung zu bringen. Vielleicht ist es möglich, eine technische Lösung zu schaffen, die einen freien Warenverkehr zwischen dem Norden und dem Süden Irlands ermöglicht, bei dem eine Art virtueller Zoll automatisch entrichtet wird. Aber ich schätze, auch dies würde eine Art Regulierung erfordern, bei der die Warentransporte durch CCTV-Kameras aufgezeichnet werden und Stichproben erfolgen, was zum einen ein riesiger logistischer Aufwand wäre und zum anderen den Menschen, die an der Grenze leben, höchst sensibel nahegebracht werden müsste, weil das doch sehr an die Zustände zwischen 1969 und 1998 erinnert.
Ich denke und fürchte, es wird zu einigen Schummeleien kommen, wenn anerkannt wird, dass keine Grenzkontrollen notwendig sind, weil die Regeln der EU und die von Großbritannien so ähnlich sind. Schwierig wird es dann, wenn die Regeln unterschiedlich sind und Grenzkontrollen eben doch notwendig werden. Und falls es keine Divergenzen zwischen den Regeln gibt, warum sollte sich dann Großbritannien überhaupt aus der EU lösen?

Eins sollte ich noch klarstellen: Wie auch immer der Brexit gestaltet wird, ich erwarte kein sofortiges Wiederaufleben der Gewalt wie während des Nordirlandkonflikts. Die gemeinsame Vergangenheit der zwei Inseln Irland und Großbritannien ist vom gleichen Zyklus geprägt: auf eine Phase langanhaltenden Friedens sind Proteste gefolgt, die übertrieben stark unterdrückt wurden, was zu Gewalt und substantieller Instabilität geführt hat, und letztlich mit einer Übereinkunft beendet wurde, die zwar zu Frieden geführt hat, aber ohne die grundlegenden Probleme zu lösen. Das Friedensabkommen von 1998 versprach, diesen Zyklus zu unterbrechen, in dem es die zugrundeliegenden Probleme ein für alle Mal behebt. Der Brexit dagegen droht, bestimmte Aspekte von diesem Abkommen herauszutrennen und dies könnte den Zyklus von Neuem beginnen lassen. Einige kurzsichtige britische Politiker sagen bereits, dass das Friedensabkommen sich überlebt hat. Aber so könnte der Zyklus nach einer längeren Friedensperiode wieder von vorn starten.

Welche Rolle spielt das für Herbst 2018 angedachte Unabhängigkeitsreferendum Schottlands für die Situation Irlands nach dem Brexit?

Ich glaube nicht, dass es in Schottland ein Referendum geben wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Schottische Regierung auf eins drängen wird. Es sei denn, sie wären sich sehr sicher, dass die Schotten für die Unabhängigkeit stimmen würden. Aber seit 2014 gibt es Bewegungen in der schottischen Politik, die dieses Ergebnis sehr unwahrscheinlich erscheinen lassen. Eine der Ironien, die der Brexit hervorgebracht hat, ist, dass die Anhänger der schottischen Unabhängigkeit Großbritannien so positiv gegenüberstehen, dass sie dessen Identität und Souveränität um jeden Preis bewahren wollen. Tatsächlich destabilisiert der Brexit die Union.

Viele dieser momentanen Geschehnisse rufen danach, verfilmt zu werden. Ihr erster Thriller „Das alte Böse” wird nun in Hollywood verfilmt. Wirken Sie in irgendeiner Weise an der Verfilmung mit? Haben Sie z. B. die Hauptdarsteller Helen Mirren und Ian McKellen mit gecastet?

Ich habe bei der Verfilmung keine offizielle Rolle, aber es ist alles natürlich extrem aufregend. Ich bin ein Romanautor und habe überhaupt keine Erfahrung darin, Drehbücher für Filme zu schreiben oder Filme zu machen. Bei der Auswahl der Schauspieler hätte ich gern mitgewirkt, aber ich hätte mir eh keine passenderen Schauspieler als Helen Mirren und Ian McKerren für die Hauptrollen wünschen können. Sie werden diese Rollen ausgezeichnet verkörpern, da bin ich mir sicher. Ich habe mich mit dem Regisseur Bill Condon getroffen und seine Pläne für den Film besprochen. Er hat einige großartige Ideen, die ich mir nie hätte vorstellen können, aber die verrate ich hier nicht. Er bringt so viel Erfahrung, Talent und klare Visionen ein, dass der Film sicher brillant wird. Ich bin wirklich sehr froh, dass die Verfilmung in seiner Hand liegt und so fabelhaft besetzt ist.

Und danke für die netten Worte über „Verrat“. Ich denke auch, die Handlung eignet sich sehr für eine Verfilmung, auch wenn diese sich sehr von „Das alte Böse“ unterscheiden würde.

Was wünschen Sie sich als nächstes?

Ich schätze mich sehr glücklich, schreiben zu dürfen und habe vor, genau das weiterhin zu tun. Ich finalisiere gerade meinen dritten Roman mit dem Verlag und er wird in Großbritannien nächstes Jahr unter dem Titel „A Fatal Game“ erscheinen. Jetzt, wo ich mit dem Schreiben begonnen habe, kann ich nicht mehr damit aufhören. Es fühlt sich fast unanständig an, nach einer sehr erfüllenden beruflichen Karriere sich jetzt auf eine weitere einzulassen.
Im Gegensatz zu anderen denke ich, das Genre des Romans ist alles andere als tot. Und ich werde so lange schreiben, bis ich es nicht mehr genießen kann. Ob andere lesen wollen, was ich schreibe, ist dabei fast irrelevant. Ich will natürlich Texte schreiben, die Leser ansprechen, aber falls mir das nicht mehr gelingt, wäre das kein Grund für mich mit dem Schreiben aufzuhören. Es ist für mich mindestens genauso zu einem inneren Zwang geworden wie zu einem neuen Beruf.

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Searle.

 

Copyright Artikelfoto: Mark Vessey/POINTANDSNAP

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